Dienstag, 27. November 2007

Katerfrühstück

So lang, wie der gestrige Abend war, so unerträglich war der nächste Morgen,...

Blass und bibbernd saß er über die Müsli-Schale gebeugt am Küchentisch.

Der Wasser-Boiler war mal wieder ausgefallen und sein durch die Mangel gedrehter Kreislauf hatte die Unterkühlung durch die Dusche bis jetzt noch nicht wieder auf die Reihe bekommen.
Das unerträgliche Krachen beim Kauen der Zimtchips hallte so stark in seinem Schädel wieder, dass er befürchtete, sein Trommelfell würde gleich entnervt die Koffer packen.
Also ließ er sein Katerfrühstück erst einmal zwanzig Minuten in der Milch einweichen, bevor er es nach kurzer Bearbeitung mit einem Latte-Macchiato-Stab aus der Schüssel schlürfen konnte.
Die Hürde war geschafft.
Zeit das der Tag zu Ende geht.

Es ist 11.30 Uhr

In naiver Hoffnung wird der Fernseher angeschmissen:

fortsetzung folgt...

Dienstag, 20. Februar 2007

Der Schlaf heiligt die Mittel - Part I

Hallo lieber uninteressierter Leser,

um es gleich vorwegzunehmen, ich achte je nach Lust und laune mal mehr und mal weniger auf ansatzweise korrekte Orthografie. Mal hier mal da zwei bis vier rechtschreiblos akzentuierte Sätze schafft Nähe. Man soll schließlich glauben, ich sei auch nur ein Mensch. Was bisweilen zutreffen mag, aber mein wahres, hochintellektualisiertes Ich begreifen nur diejenigen, die sich klein genug fühlen!
also fühlt euch bitte klein und beeindruckt, sonst ist alles sinnlos, was ich hier schreibe und verliert sich in der pseudo intedingsität eines Kürbisses.

Wenn die Audience dann soweit wäre,... (Anglizismen heben das Verständnis der MTV-Generation)
Ich hab viel zu sagen, deshalb schreibe ich hier auch rein. Ich weiß bloß noch nicht genau, wo ich anfangen soll, bzw womit ich niemanden überfordere.
Ich könnte über aktuelle Themen schreiben, wie zum Beispiel Alkohol und meine Erlebnisse mit diesem besten aller Freunde, dass wäre plagiatorisch korrekt, aber moralisch nicht vertretbar. Obwohl, es liegt im Trend. Da machen nichtmal Fernsehsender wie Sat.1 und RTL halt.
Wie gehabt, ich bin anders. Meine zweite Lieblingsdroge neben Alkohol und guter Musik ist schlafen.
So profan das auch klingen mag, gerade ich als intellekritischer Mensch, der sein Umfeld als solches wahrnimmt und täglich einen Gehirnzellen denaturierenden Input eingespeist bekommt, der wahrlich von schlechten Eltern ist, kann den Schlaf gut benützen um salopp gesagt "klar zu kommen".
Außerhalb des Schlafs ist mir dieser Prozess des Auswertens und Verarbeitens verwährt. Ständig werde ich bombardiert mit immer neueren und abstrusern Geistesabstürzen meiner Mitmenschen, oder auch Sauerstoffschmarotzer, je nachdem.
Keine ruhige Minute kann vergehen, bis nicht schon der nächste Opfer seiner selbst wird.
Ich komme gerade noch mit Mühe und Not bis zur Erkenntnis : "Das hat er grad nicht gebra....!", da werd ich auch schon schräg von der Seite angeschnitten und muss beobachten, wie verfaultes Gehirn an Ohrläppchen heruntertropft.
Ich gebe bewusst keine Beispiele, ansonsten wäre dieser Text viel zu wertend, um für mich unbeschadend in Öffentlichkeit verpublizitiert werden zu können. Ich hoffe ihr versteht. Wenn nich, dann : "Buh buh gah gah, nimm deinen Schnuller."
Radikal? Nein, radikal wäre : "dann nimm deinen chloroformgetränkten schnuller"
und das sogar auf drei Ebenen:
Nummer 1: es ist alles klein geschrieben. Es suggeriert Kleinwüchsigkeit und im Zusammenhang mit dem Vorhergeschriebenen ergibt es 'ja ich halte dich für geistig klein gewachsen, der du dies nicht verstehst'
Nummer 2: der Satz beinhaltet ein Wort mit 20 Buchstaben. Für kurz zuvor erwähnte Personenkreise unmöglich zu erschließen, ja gar zu begreifen. Beim konstruieren hing mir ein Bild aus der griechischen Mythologie vor meinem geistigen Auge. Eben jenes, wo irgeind ein Dummbatz von aus der ich-wär-so-gern-ein-Held Riege knietief im Wasser steht. Über ihm ein Baum, voll mit Früchten. Doch neenee, so schön is das alles natürlich nicht. Will er sich Bücken, versickert das Wasser, streckt er sich nach den Früchten, hebt ein Windhauch sie aus seiner Reichweite. Noch unangenehmer ist der Umstand, dass er zwar unsterblich ist, aber dennoch Hunger und Durst verspüren kann. Blöde Gesamtsituation. Das einzige was er bekommt, ist ein Hexenschuss und Blasenentzündung. Tagein tagaus im kalten Wasser stehen fordert nunmal irgendwann seinen Tribut. (Eine gewisse Hinterlist darf man den altgriechischen Göttern schon nachsagen.)
So verhält es sich dann auch bildlich gesprochen mit den kleinhirnlich gewachsenen. Eine Tragödie.
Nummer 3: der schlichte Umstand, das chloroformgetränkte Schnuller mal echt mies sind.

Das war mal gepflegt abgeschwiffen. Aber gut. Ich wollte eigentlich erläutern, warum der Schlaf mich (wie Alkohol, nur anders) mit der Dummheit dieser Welt klarkommen lässt, muss mich aber kurz fassen, da ich noch ins Kino wollte.

Also... hach,...nö, keine Lust mehr.

Erzähl ich euch nächstes mal. Ich geb jetzt einfach mal an den Kürbis ab. Der möcht' sicher auch noch was dazu sagen. Ballspielen mochte ich schon immer.


auf wiedersehen!



-EDIT-

( scheiße, ein weiterer beweis, dass man unter drogeneinfluß nix schreiben sollte ... )



Dienstag, 2. Januar 2007

physik im weltraum

herzlich willkommen an alle 3 personen die hier in den nächsten 2 1/2 jahren reinschauen werden und spätestens hier schon wieder aufgehört haben zu lesen!
ich hab nun auch nicht vor groß von meinem tag zu erzählen,(welcher bisweilen grad erst begonnen hat, also is da auch nich viel zu holen... gut, ich hab halt kaffee gemacht in der hoffnung das klebrige zeug hält, in einer überstarken dosis, meinen kopf davon ab auseinanderzuspringen, tjoa, jetzt hab ich nasenbluten) sowas kann lenni besser, ich werd einfach mal dies und das hier reinschreiben, ob's euch gefällt oder nicht is mir wurscht (ausser wenn 'n talent-scout unter euch sein sollte, weißt bescheid)

Ich lasse meinen Blick durch die Kraterlandschaft meines Zimmers schweifen und entdecke, versteckt unter zwei Büchern und einem halbherzig abgeleckten Löffel, einen über und über versifften Zettel*, auf dem ich eines Tages eine kleine Geschichte verfasst habe.
Eine Geschichte, die meiner Verzweiflung während der Physik-Klausur Ausdruck verleihen sollte. Ich habe sie während der Klausur verfasst. Nein, nicht parallel dazu....
Ich gebe sie so wieder, wie sie geschrieben steht. (Man führe sich vor Augen, dass ich in perfekter Planlosigkeit vor einer Physik-Klausur sitze, sie zur Seite lege, und denke, ich sollte der Nachwelt doch mal an meiner Situation teilhaben lassen.)
"Hallo [...]
Ich sitze momentan in der Hölle. Zwar nicht der Ort regiert vom Teufel, aber mit Sicherheit erdacht von einem solchen. Er befindet sich im Untergrund der Schule und jedesmal, wenn eine Klasse sich einem erneuten Test zur Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung unterziehen muss, wird sie hier herein geführt... ironischerweise ist es hier schweinekalt, Schweißperlen rinnen aus Angst die Schläfe herunter, nie weil es zu heiß ist.
Aber das ist noch nicht das Erniedrigende an diesem Raum, denn um die Wunde der Tragödien, die hier durchlebt werden, noch tiefer zu reißen, steht am Ende des Raums, keusch verdeckt mit einem verstaubten Tuch, ein Billardtisch! Wieviel Unmenschlichkeit und perverses Gedankengut muss sich da im Gehirn des Raumgestalters befunden haben, dass es nach jahrelanger Unterdrückung ausbrach um sich mit all seiner Abartigkeit in der Gestaltung eben dieses Raums zu manifestieren? Ich bin zwar kein Psychoanalytiker, aber ich tippe auf Heimkind. Eingeliefert nachdem er sich geweigert hatte, sich weiter von den geistesgestörten Dackeln seiner Eltern sexuell belästigen zu lassen.
Doch selbst im Heim hatte er dieses Trauma nie richtig verarbeiten können, denn Heimvater Jahn hatte zwei gut trainierte Frettchen,...(die konnten einiges, auch ohne Kondom und Gleitgel)
Wären es nicht mitunter Minderjährige, die diesem vor schwarzem Chi platzenden Raum, ausgesetzt werden, würde ich glatt Mitleid für diese tragische Gestalt empfinden, aber es ist einfach unverzeihlich. Da gilt auch Nager-im-Darm nicht als Entschuldigung. Dieser verdammte Billardtisch,...
Aber ich schweife ab,... um genau zu sein fühle ich mich auch nicht unwohl momentan, eher gelangweilt. Die Physik-Klausur liegt leicht versetzt vor mir auf dem Tisch und ich fühle mich ihr gegenüber, als stünde ich vor einem Schaltpult mit grob geschätzt halb so vielen Knöpfen, wie es Plankton im Pazifik gibt. Ich bin sozusagen der Held, der das fremde Raumschiff betreten und soweit auch schon alles wichtige erledigt hat (alles gnadenlos niedergemetzelt, was mehr als zwei Augen hat, letzte noch lebende Frau der Erde abgeschleppt,... und solche Sachen halt) Jedoch nun vor dem dicken Problem steht, den Knopf zu finden, der den Countdown stoppt. (wie konnte es anders sein)
Da steht er nun, eingesaut mit einer Farbe, die nur Alienblut haben kann und einer leicht blutenden Wunde an der rechten Schläfe. Nach dem obligatorischen Kratzen am Heldenbart keimt in ihm die Gewissheit, dass zehn Sekunden definitiv nicht ausreichen werden, grob gepeilt 64 Billionen Knöpfe auszuprobieren.
Er dreht sich noch ein letztes mal um und nähert sich entlang einiger Stuhlreihen dem überdimensionalen Plasmabildschirm, auf dem die Erde zu sehen ist. Trauer macht sich auf den Weg, seine momentane Gefühlslage zu überwältigen, wenn nötig mit Gewalt. Doch als er an den Bildschirm treten will, um in einem dramatischen Moment die Abbildung seines Heimatplanetens noch ein letztes mal berühren zu können, stolpert er über eine Popcorntüte.
Unschlüssig hebt er sie auf und lässt dabei seinen Blick flüchtig über den Raum schweifen. Eigentlich nur um sicherzustellen, dass keine popcornvernarrte Alienbrut mehr am leben ist. Doch entgegen aller Erwartungen, und er war auf alles gefasst gewesen, sieht er plötzlich dutzende, in Hast achtlos auf den Boden geworfene Popcorntüten zwischen den Stuhlreihen. Tacitos mit Salsa-Sauce fehlen natürlich nicht und unschönerweise liegen diverse offene Dip-Saucen auf dem Teppich verstreut.
Erst jetzt fiel ihm die vertraute Anordnung der Stühle auf. Alle nach vorn gerichtet und bei genauerem Hinsehen konnte er sogar den einen oder anderen Getränkehalter ausmachen. Die Dämmerung blieb ihm zwar aufgrund der weltraumlichen Begebenheiten verwehrt, aber der Groschen fiel. Laut und nachhallend, der Hohlraum war schliesslich gegeben. Diese Schweine. Wie konnten sie es wagen! Zwar innerlich erleichtert, in eine Popcorntüte getreten zu sein und nicht in eine für seine neuen Venice-Turnschuhe verheerende Chili-Sauce, war das doch ein harter Brocken. Er zwang sich innerlich zur Ruhe und löschte seinen Durst nach Rache, indem er sich einredete, er hätte schliesslich schon präventiv Rache genommen.
Befriedigt und auch irgendwie befreit durch diesen Gedanken sucht sich unser Held einen der vorderen Plätze aus. Von den hinteren hatte man zwar eine bessere Sicht, er wollte jedoch nicht das Risiko eingehen, sich auf einen Logenplatz zu setzen. Er hatte schon öfter die Unannehmlichkeit auf sich nehmen müssen, den Platz für den rechtmäßigen Pächter verlassen zu müssen, nachdem er sich nach dem Erwerb einer Parkett-Karte heimlich auf die 1,50 $ teureren Logenplätze gesetzt hatte. Ein Spiel mit dem Feuer, aber wenigstens blieb dann noch etwas vom Taschengeld für Popcorn über.
Derartige Peinlichkeiten wollte er diesmal tunlichst vermeiden. Also lockerte er den Gürtel, lehnte sich zurück und freute sich auf die nun folgende Show. Das mag vielleicht zynisch klingen, aber Helden müssen so sein.
Nachdem der Countdown zum Ende gekommen war, wurde es kurz dunkel im Raumschiff. Dieser Umstand ist auf den enormen Energiebedarf eines Plasmabilschirms zurückzuführen, der auf Breitbild umgestellt wird. Der Zentralcomputer entschuldigte sich noch knapp, und etwas zu formal, wie unser Protagonist empfand, für die Verzögerung und löste die planetenzerstörende Bordkanone aus. Mit einem Anflug von Wehmut dippte der Held ein erstes** und letztes mal einen Popcorn in Salsa-Sauce und schaute zu, wie die Erde sich erstaunlich verhalten in Staub auflöste. Feuer ging nicht, ist ja im Weltraum, da kann nix brennen. Soviel hatte er gelernt. Aber etwas mehr hatte er schon erwartet, wofür war sonst ein so großer Bildschirm und all das Popcorn angeschafft worden? Und wofür hatte er überhaupt gekämpft?
Als die enorme, wenn auch unspektakuläre, Druckwelle das Schiff erreichte und es mitsamt Held und seinen verspäteten Zweifeln in seine Einzelteile zerlegte, nahm diese Geschichte ein ebenso unspektakuläres Ende. Was im Prinzip auch relativ egal ist, lebt ja doch niemand mehr, der dieses Ende "nicht" kennt. Tragisch, oder?
FIN......

so erging es mir bereits, als ich meine Physik- Klausur lediglich betrachtete. nur das mit dem Popcorn war gelogen. Ich hatte keins. "

* Ich lasse "versifft" mal als einen recht weitgreifenden Begriff hier stehen, da ich denke, wenn ich "voller Kaffeeflecken"geschrieben hätte, wäre es einfach zu...stereotypisch.

** Er hatte sich vorher nie die, mit 2,50$ hoffnungslos überteuerte, Salsa kaufen können